In eigener Sache: Ein Jahr “Filmforum Bremen”

Von , 6. November 2009 11:04

Seit einem Jahr und einen Tag gibt es nun schon das Filmforum-Bremen. Nach einem holprigen Beginn mit einem Server-Absturz und dem daraus resultierenden kompletten Verlust aller bis dahin geschrieben Artikel, läuft es seit dem 5.November 2008 stabil und ist immer noch da.

In diesem einen Jahr habe ich 161 Artikel geschrieben. Das ist nun wahrlich kein Wert, der in irgendeiner Weise bemerkenswert wäre, aber für mich selber persönlich ist das schon eine ganze Menge. Vor allem, da ich zwischendurch immer mal wieder mit Zeit- und/oder Motivationsproblemen zu kämpfen hatte.

Was ich mir sehr wünschen würde, ist ein wenig mehr Feedback von den Lesern (sofern es sie überhaupt gibt) dieses Blogs. In einem Jahr gab es lediglich drei echte Kommentare zu meinen Artikeln (und eine böse Email von jemand, der sich auf durch eine Kritik von mir auf den Schlips getreten fühlte).

Somit kann ich leider gar nicht sagen, ob mein Blog überhaupt feste Leser hat oder ob ich hier einen endlosen Monolog mit mir selber führe. Zwar habe ich Zugriffstatistiken – die auch gar nicht so schlecht aussehen – aber daran kann ich auch nicht erkennen, ob da jemand lediglich zufällig auf die Seite geraten ist oder ob es Leser gibt, die sie regelmäßig besuchen.

Was ich mir also für das nächste Jahr „Filmforum Bremen“ sehr wünsche, ist mehr Interaktion mit den Besuchern dieser Seite und gerne auch Kritik/Verbesserungsvorschläge. Was würde den Blog für Euch attraktiver machen? Welche Themen sollten mehr im Fokus stehen bzw. was interessiert so überhaupt gar nicht?

Anregungen nehme ich sehr gerne unter arkadin (ät) filmforum-bremen.de entgegen oder über die Kontaktseite.

Auf das nächste Jahr!

Euer,

Arkadin

Originalfassungen in Bremen: 05.11.- 11.11.09

Von , 4. November 2009 15:54

Das “City” zeigt in dieser Woche “Slumdog Millionäre” in der Originalfassung. Besteht vielleicht Hoffnung, das es dort dann zukünftig noch mehr Filme in der O-Fassung gibt? Hoffen und Bangen…
Ansonsten zeigt das Cinemaxx den neuen Film von Ang Lee, worüber ich mich sehr freue.

(500) Days of Summer – Cinemaxx, Fr.-Mi., 17:20 – US-Komödie um einen Jungen, der eine Beziehung mit einem Mädchen eingeht, die allerdings von Liebe nichts wissen will.

Blue – Kino 46, Sa., 20:30 + So., 18:00 – Derek Jarmans letzter Film, indem er seine schwere Aids-Erkrankung und die daraus resultierende Erblindung verarbeitete. Konsequenterweise bleibt die Leinwand dann auch 76 Minuten lang blau und die Bilder entstehen durch Stimmen und Geräusche im Kopf.

Das gelobte Land – Kino 46, Do., 5.11., 20:30 – Klassiker von Andrzej Wajda über drei Freunde (ein Pole, ein Jude und ein Deutscher) Ende des 19. Jahrhunderts in der Arbeiterstadt Lodz eine Textilfabrik gründen. War 1976 für den Oscar nominiert und verlor dann gegen Akira Kurosawas Uzala.

Moebius - Kino 46, Sa., 18:00 und So.+ Die., 20:30 – ein Film des Studentenkollektivs der Universidad del Cine Buenos Aires. In einem thrillerartigem Film, werden Elemente Kafkas und Borges verarbeitet. Klingt spannend.

Nefes – der Atemzug – CineStar, Fr., 6.11.+ Sa. 7.11, 23:00 – türkischer Actionfilm um eine Spezialeinheit im Kampf gegen die PKK.

Slumdog Millionär – City, Sa.-Mi., 20:45 – der Oscar-Abräumer von Danny Boyle.

Sneak Preview – Cinemaxx, Do. 5.11., 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 9.11., 21:45

Taking Woodstock – Cinemaxx, Do., 5.11., So.-Di. 19:45 – der neue Film von Ang Lee über einen einfachen Jungen vom Lande, der 1968 ganz unverhofft das legendäre Woodstock-Festival organisierte.

Hans-Christian Schmid über die Situation der Programmkinos

Von , 2. November 2009 16:39

Im Online Angebot der Süddeutschen Zeitung findet sich ein sehr schöner Artikel des Filmmachers Hans-Christian Schmid (“23“, “Lichter“, “Requiem“). Er berichtet darüber, wie er durch die Arthouse-Kinos der Republik tingelt, um seinen neuen Film “Sturm” vorzustellen. Das Essay ist eine schöne, aber auch beängstigende, Bestandsaufnahme, wie es um die kleinen Programmkinos und das anspruchsvolle Filmprogramm im Jahre 2009 steht.

(…) Ein klassischer Arthouse-Film findet in Deutschland heute kaum mehr als 80 000 Zuschauer. Das ist in etwa die Zielgruppe, die sich jeden neuen Film von Christian Petzold ansieht und sich darauf freut wie auf ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. “Alle Anderen” von Maren Ade zählt mit 180 000 Zuschauern schon als kleines Kinowunder, für Caroline Links “Im Winter ein Jahr” galten 220 000 Zuschauer als enttäuschend. Nur selten geht es darüber hinaus. Bei Andreas Dresen etwa, der es schafft, mit Augenzwinkern vom Ernst des Lebens zu erzählen. Oder bei Fatih Akin, der mit seiner ungestümen erzählerischen Kraft das Publikum umarmt.

Viele Berlinale- und Cannes-Gewinner, vorausgesetzt sie finden überhaupt einen Verleih, laufen in deutschen Kinos unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Filme wie “Red Road” von Andrea Arnold, “Grbavica” von Jasmila Zbanic, “Hunger” von Steve McQueen, “4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage” von Cristian Mungiu. Braucht überhaupt noch irgendjemand Arthouse-Kinos, in einer Zeit, in der Filme nicht mehr an Abspielstätten gebunden sind? In der sie zunehmend an jedem Ort und in jedem Format zur Verfügung stehen? (…)

Quelle: sueddeutsche.de

Der vollständige Artikel: Hier.

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