Zwei neue Kielslowski-Filme von Absolut Medien

Von , 14. November 2008 16:00

Am 28. November veröffentlicht Absolut Medien ein neues Krzysztof-Kieslowski-Doppelpack.

Die Filme “Die Narbe” (OT: Blizna, 1976) und “Ohne Ende” (OT: Bez konca, 1985) erscheinen als Doppel-DVD im Original mit deutschen Untertiteln. Extras gibt es nur in Form eines Booklets, welches zwei Texte von Kieslowski über diese beiden Filme, ein Interview mit dem großen Meister, sowie Erinnerungen an ihn von Andrzej Krauze enthalten soll.

Die DVD ist zur Zeit nur bei amazon.de vorbestellbar. Allerdings zu einem sehr hohen Preis von € 30,99. Da sollte man lieber abwarten bis jpc.de, temeon.de oder ein anderer Anbieter mit im Rennen ist und den Film (wie es auch bei “Der Filmamateur/Der Zufall möglicherweise” der Fall war) eventuell günstiger im Programm hat.

“Film Noir”-Kritik im Weser Kurier

Von , 11. November 2008 13:30

An manchen Tagen kann man sich nur kräftig über die Filmrezensionen im “Weser Kurier” ärgern. In der heutigen Ausgabe bespricht Tina Groll den Animationsfilm “Film Noir”, welcher heute und am Freitag im Kino 46 im Rahmen einer Reihe mit Animationsfilmen läuft. So lobenswert es ist, auf diese Weise etwas Werbung für das Kommunalkino zumachen, so gescheitert ist dieser Versuch einer Filmkritik auch. Ich selber habe den Film noch nicht gesehen, kann also die inhaltlichen Punkte der Kritik nicht diskutieren. Aber die Form ist durchaus diskussionswürdig. Scheinbar musste die Rezensentin eine bestimmt Anzahl von Wörtern abliefern, denn bis auf ein paar Allgemeinplätze über den Film – welche gerade mal für einen halben Abschnitt reichen – ergeht sie sich in einer recht detaillierte Nacherzählung des Filmes und vergisst es dabei auch nicht, das Ende (!) zu verraten. Eine Unsitte, die mir gerade beim “Weser Kurier” schon des Öfteren aufgefallen ist.
Mein Tipp: Diese Kritik (die übrigens sehr wohlwollend ist) gar nicht erst lesen, sondern lieber selber ins Kino gehen und den Film auf sich wirken lassen.

Der Film läuft übrigens in der englischen Originalfassung.

Interessante Bücher bei “Zweitausendeins”

Von , 8. November 2008 19:37

Zweitausendeins” hat gerade zwei hochinteressante Bücher im Programm.

Zum einen “Lousie Brooks: Lulu forever” von Peter Cowie. Erschienen bei Schirmer/Mosel. Ein wunderbar bebildertes Buch über den – meiner Meinung nach – schönsten Filmstar der späten 20er und überhaupt eine der wunderbarsten Frauen, die jemals auf der Leinwand zu sehen waren. Eine wahre Fundgrube und ein ganz schön dicker Brocken Buch. Von 49,80 auf 9,95 runtergesetzt. Wer da zögert hat selber schuld! Lulu forever!!!!

Ebenfalls gerade bei “Zweitausendeins”: “Kunst von Filmregisseuren” von Karl French, erscheinen bei Gerstenberg.  Bilder, Zeichnungen, Fotographien, Skizzen, Skulpturen von u.a. Fellini, Hitchcock, Kurosawa, Chaplin, Wenders, Greenaway, John Huston (!) uva. Insgesamt 25 Filmemacher zeigen ihre “andere” künstlerische Seite. Das Buch ist hübsch aufgemacht und hat einen informativen Text. Allerdings zeigt es (natürlich) nur einen kleinen Auschnitt der Werke. Zudem – aber das ist ja immer so – hätte man von dem einen oder anderen gerne mehr gesehen, während es bei anderen auch eine Seite weniger getan hätte. Insgesamt hoch interessant und jetzt für nur noch 7,95 zu haben (vorher 35,-).

PS: Wer sich für Musik interessiert: Bei Weltbild ist gerade das kiloschwere “The Beatles – Anthology” von 69,95 auf 16,95 gefallen.

Filmbüro Bremen e.V. umgezogen

Von , 6. November 2008 12:57

Das Filmbüro Bremen e.V. , welches die kulturelle Filmförderung im Land Bremen betreibt, ist von seinem seit 1993 angestammten Platz im Mediencenter Waller Heerstr. 46 in die Plantage in Findorff umzogen.

Der Weser Kurier berichtet in seiner heutigen Ausgabe:

“Für weniger Miete gibt es nun deutlich mehr Platz und dazu die Möglichkeit, für besondere Zwecke auch noch andere Räume im Haus nutzen zu können. Ausschlaggebend für die Entscheidung, in die Plantage umzuziehen, war auch die Aussicht auf Kooperationen mit den Nachbarn. Dazu gehören die Bremer Philharmoniker, die Freie Kunstschule, Katrin Rabus’ Kulturprojekte, die Heinrich Böll-Stiftung sowie Redaktion und Vertrieb von Cinema Musica.

Solche Kooperationen können in Zeiten knapper Kassen Synergien erzeugen, die das Überleben der Kulturprojekte sichern. Das lobte auch Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz in ihren Grußworten zu Beginn der feierlichen Eröffnung. “Werben Sie für neue Netzwerke und private Sponsoren als Unterstützer”, forderte sie auch die anderen zahlreichen Gäste aus der Bremer Kultur auf. Es seien meist die kleinen, feinen Projekte, die überzeugen würden, während die großen scheitern.”

Den kompletten Artikel gibt es hier zu lesen.

14. Aktionstag der Kommunalen Kinos im Kino 46

Von , 5. November 2008 17:45

Am 26.Oktober fand bundesweit der 14. Aktionstag der Kommunalen Kinos statt. Dieses Jahr unter dem Motto: Erlebnisort Kino.

Im Kino46 wurde eine interessante Mischung aus Kurzfilmen zum Thema, Lesungen zum Thema “der Ort Kino” und einer experimentelle Installation geboten.

Begonnen wurde der Abend mit drei historischen Kurzfilmen. Zunächst “Those Awful Hats” von D.W. Griffith. Ein humoristisches Kurzfilmchen von 1909 zum Thema: Bitte versperren sie ihrem Vordermann im Kino nicht die Sicht. Dem folgte “Uncle Josh at the Moving Picture Show”. Ein Fundstück von 1902 , welches für die Edison Company produziert wurde und in dem ein Simpel vom Lande das Leinwandgeschehen für real hält. Highlight des Abends war der Stummfilm “Movie Night”  mit dem heute zu Unrecht fast vergessenen Charley Chase. Dieser 2-Akter besticht durch ein ausgeklügeltes Timing, subtilen Witz und eine höchst gelungene Kameraführung. Allein für diese brillante und auch heute noch modern wirkende Komödie hat sich der Eintritt schon gelohnt. Wie immer sehr passend am Piano begleitet wurden die Stummfilme von Herrn Ezzat Nashashibi.

Nach diesem ersten Filmblock wurden von Herrn Peter Lüchinger (Schauspieler bei der Bremer Shakespeare Company) literarische Texte zum Thema “Kino” gelesen. Leider wurden Titel und Autoren der Texte nicht immer deutlich genannt. Hier wäre es von Vorteil gewesen, wenn es einen Handzettel mit dem Programm und den Titeln der Filme/Texte gegeben hätte. Quasi zum Nacharbeiten im trauten Heim. Der Vortrag von Herrn war sehr ausdrucksvoll mit angenehmer Stimme. Ab und zu hat er sich mal ordentlich verhaspelt, aber das passierte nur gelegentlich im 1. und 2. Block. Die Texte selber waren mir bisher (außer Kafka) unbekannt und hier und da war die Verbindung zum Kino als Erlebnisort nicht direkt ersichtlich. Hier wäre es schön gewesen, wenn man die Chance gehabt hätte, die Texte noch einmal nachzulesen.

Der 2. Block begann mit der “Clay-mation” “Rattenskat”, welche ich meine, schon als Trailer für das Filmfest in Oldenburg gesehen zu haben. Nett, aber etwas zu sehr gewollt. Es folgte “Die auf die Nüsse gehen”, eine hübsche, in wunderschönen schwarz-weiß gedrehte Satire auf den allabendlichen Wahnsinn vor der Kinokasse und im Kinosaal. Wirklich nett gemacht, sehr spaßig, aber dann am Ende mit eine unpassenden und verkrampften Pointe abgeschlossen, die den guten Gesamteindruck leider arg trübt.  Abschluss dieses Blockes bildete dann der englische 2-Minüter “Two Minutes Warning”, welcher quasi eine Mischung aus “Die auf die Nüsse gehen” und “Those Awful Hats” darstellte. 2 kurzweilige Minuten, bei denen die Pointe dann weitaus besser sitzt, als beim Film zuvor.

Nach einem weiteren Vortrag von Herrn Lüchinger begann der dritte und letzte Filmblock mit “Der Hahn ist tot”. Ein simpler, aber hoch effektiver Kurzfilm über einen Menschen, der das Kinopublikum auffordert mit ihm zusammen den titelgebenden Kanon zu singen. Im Kino 46 ging das Publikum auch prima mit und die Stimmung war (trotz der recht wenigen Menschen im Publikum) regelrecht am brodeln. Klasse! Dem folgte mit “Rod Gröth”, ein kleiner Dämpfer. Hier wird ein Pseudofilm plötzlich durch “Diebe” im Vorführraum unterbrochen, was zu Filmstörungen und “falsche” Bilder führt. Als Idee, den Vorgang der Projektion so fühlbar zu machen, ganz nett, aber viel zu lang geraten und mit der “Off-Rahmenhandlung” der “Diebe” auch ein wenig albern. Zum Abschluss der Filmblöcke gab es noch den Film “Fight for Cinema”, eine Mischung aus Standbildern und durch Animation verfremdete Filmszenen, welche mit Warnungen über die schädlichen Einflüsse des Kino auf den Menschen unterlegt wurde. Nett, aber nicht mehr.

Es wurde dann noch eine längere Geschichte vorgelesen, die sehr stimmungsvoll rüber kam und das Publikum sichtlich gefangen nahm (leider kenne ich den Titel der Geschichte nicht. Es ging um einen Drehbuchautor und einem “Dr. Kinova”. Falls jemand den Titel/Autoren kennt, bitte im Kommentar posten).

Nun wurde der Kinosaal mit Rauch gefüllt (leider saßen wir direkt vor der Nebelmaschine, was den Genuss etwas schmälerte) und die Installation “Line describing a cone” gezeigt. Hierbei wanderte eine Lichtstrahl im Uhrzeigersinn über die Leinwand, wodurch im Rauch erst ein schmaler Strahl entstand, welcher sich in den folgenden 30 Minuten zu einem Kegel vervollständigte. Im Vorwege gab es eine, wie immer sehr kompetente, Einleitung von Frau Prof. Dr. Inge Marszolek, welche allerdings recht leise war, so dass ich leider nicht alles verstehen konnte. Die Idee dahinter war, zu zeigen, was Film ist, wenn es wirklich “nur” Film ist – sprich projiziertes Licht. Hier wurde das Publikum dann zur Interaktion aufgerufen, um das Licht herumzugehen und es aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten/zu erfahren. Das Publikum war mit merklicher Freude am Ausprobieren dabei. Eine Begeisterung die ansteckend und ebenso greifbar wie der Lichtkegel war. Als dann wieder das Licht anging, der Rauch verflogen waren, stand das Publikum fast gesammelt vor der Leinwand und es fiel allen Beteiligten sichtlich schwer, den sehr schönen, erfüllenden Abend nun für beendet zu erklären. Wie lange die Letzten dann noch im Erlebnisort Kino verweilten, kann ich leider nicht sagen, da wir nun schnell die Beine in die Hand nehmen mussten, um die letzte Straßenbahn gen Heimat zu erwischen.

“Intolerance”-DVD von Absolut Medien

Von , 5. November 2008 17:45

Laut Informationen im DVDuell-Forum  und im Stummfilm-Forum handelt es sich bei der “Intolerence”-Fassung, die Anfang des Monats bei Absolut Medien veröffentlicht wurde NICHT um die kürzlich bei ARTE zu sehende restaurierte Fassung mit neuer Musik, sondern um eine ältere, von der Bildqualität her weitaus schlechtere Fassung mit einem Standard-Orgel-Score.

Es scheint so, als ob man nicht mehr blind jede Absolut-Medien-DVD kaufen könnte. Bereits bei der sonst vorbildlichen “Dekalog”-Box gab es Grund zum Ärger. Hier wurden die Untertitel weggelassen, so dass man nur die Wahl zwischen der deutschen Synchronisation oder dem polnischen Originalton ohne Untertitel hatte. Ich frage mich ernsthaft für wen denn diese Box produziert wurde. Grade die Zielgruppe, die mit ein Produkt wie der “Dekalog”-Box angesprochen wird, ist doch auch diejenige, welche einen Film unverfälscht von einer deutschen Synchronisation genießen möchte.

Ich kann nicht verstehen, wie dermaßen man den potentiellen Kunden vorbeiproduzieren kann. Gerade ein Nischen-Label wie Absolut Media sollte doch eigentlich immer bemüht sein, ein möglichst optimales Produkt auf den Markt bringen, um die ohnehin nicht besonders große Kundschaft nicht zu vergraulen.

Google sei Dank…

Von , 5. November 2008 17:43

Wie gut, dass es Google gibt.
Dort habe ich im Cache die verschwunden Artikel wiedergefunden. Danke Google, das erspart mir viel, viel Zeit…

Alles futsch…

Von , 5. November 2008 11:00

Manche werden es gemerkt haben: In den letzten Tagen war die Seite tot.

Leider kann ich auch nicht sagen, wann der GAU passiert ist, da ich über das Wochenende nicht online war und selber erst am Sonntag am späten Abend gemerkt habe, dass nichts mehr ging.

Grund war ein Server-Problem auf der Providerseite. Soweit nicht schlimm, aber gestern abend stellte sich heraus, dass ALLE meine Dateien gelöscht werden müssen und somit die Seite wieder von von Null an aufgebaut werden muss. Ich bin jetzt dabei, Stück für Stück die Arbeit der letzten drei Wochen zu rekonstruieren. Leider sind von der Löschung auch alle Texte betroffen. Vom Letzten (und weitaus längestem) habe ich noch Fragmente, so dass ich ihn hoffentlich wieder herstellen und in Kürze wieder online stellen kann.

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